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March 17 2010

The Miserable Rich

Fr, 30. Apr 2010 Ein Kammerquintett für moderne Songs ... das schwebte den beiden Gründern von The Miserable Rich vor. Die Band tritt mit Cello, Violine und Kontrabass vor ihr Publikum, dafür ohne Schlagzeug und Bassgitarre. Aber keine Angst, hier kommt nicht noch so eine von diesen Andachtscombos oder einschläfernden Quiet-is-the-new-loud-Strebern! Ihre traditionellen Instrumente verwenden sie in der Manier altehrwürdiger Briten, die schon vor vierzig Jahren wussten, dass man mit alten Geigen neue und sogar aufregende Musik machen kann. Das Cover von „Over And Over“ knistert, klingelt, schellt, spieluhrt und maultrommelt - wie im Kinderzimmer von Coco Rosie – und damit haben sie es in die Playlists der Radiostationen von BBC Radio 1, FM4 und Byte.FM geschafft! Bandgründer, Songschreiber und Sänger James de Malplaquet hat englische Literatur studiert, unterrichtet Sound Design und Gesang bei der Artichoke Artgroup. Mit „Pisshead“ ist ihm der tragikomischste Trinkersong seit “You only tell me you love me when you‘re drunk” von den Pet Shop Boys gelungen. Der Opener „Early Mourning“ prägt die Stimmung des Albums wie „Sunday Morning“ den Vibe der Velvets-Bananenplatte. Überhaupt hat die Band einen ausgeprägten Sinn für Timing. In „The Time That´s Mine“ braucht James de Malplaquet 104 Sekunden, um die ewigen Fragen von Zeitverschwendung, Vergänglichkeit und (Un-)Endlichkeit durchzudeklinieren. Und wann gab es zum letzten Mal eine bessere Liebeserklärung als diese: “If you want to take me to the top of the tree I‘ll be your monkey for you!“. Mit “12 Ways To Count” entzieht sich die Band aus Brighton allen Britpop- und sonstigen Trends und taucht stattdessen in einen zeitlosen und charmanten Kosmos aus liebenswert unkonventionellen Kammerpop und Folk mit Indie-Einschlag ein. Gesang, Songschreiber: James de Malplaquet Cello: Will Calderbank Violine: Mike Siddell Kontrabass: Rhys Lovell Gitarre: Jim Briffett